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Paravent "Herbst am Yangtse", Raumteiler

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Paravent, Raumteiler
Herstellungsort: Dongyang
Motiv: Yangtse-Delta im Herbst
Farbe: dunkles Grün, Gold, Braun
Maße: 175 x 150 cm

Golden bestrahlte Stromschnellen und Wasserfälle umwirbeln einzelne Fischerhäuser am Yangtse-Delta. Das ruhige und zugleich melancholische Motiv fängt die kühle Herbststimmung hervorragend ein.
Artikelnummer: PAD005

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Hintergrundinformationen

Traditionelle HerstellungHolzkunst aus Dongyang:

Seit der Tang-Dynastie (618-907 n.Chr.) gelten Holzschnitzereien aus der Region um Dongyang als Kunstform. Vor diesem Zeitalter wurden die sorgfältig bearbeiteten Holzwände eher zum praktischen Gebrauch oder als Opfergaben für das Wohlwollen der Götter hergestellt. Handarbeiter aus Dongyang haben zum Ziel, die natürliche Schönheit des Holzes zu bewahren, indem sie ihre Schnitzerei in die Maserung und Form des jeweiligen Rohmaterials einfließen lassen, statt dem Holz bestimmte Motive aufzwängen zu wollen. Schnitzereien aus Dongyang verwenden üblicherweise besonders hartes Holz. Darunter fallen wertvolles Sandelholz, Mahagoni und Rosenholz, die unter den Handwerkern wegen ihrer Langlebigkeit und ihrer einzigartigen aromatischen Düfte weithin bekannt sind.

Paravents:Paravent

Paravents werden sowohl als dekorative Raumteiler, als auch als praktischer Sichtschutz verwandt. Sie bestehen aus bis zu zehn Holzpaneelen, die durch beidseitig klappbare Scharniere verbunden sind. Neben kunstvollen Schnitzereien, werden Paravents häufig von traditionellen Papiertapeten mit klassischen fernöstlichen Mustern oder Kaligraphie geziert. Während der Name "Paravent" aus dem Französischen kommt und so viel heißt wie "Windschutz", reicht die Tradition der Wandschirme bis ins alte China zurück. Während der damaligen HAN-Dynastie, die sich von 206 v.C. bis 220 n.C. erstreckte und eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit des alten Chinas begründete, erblickten Paravents, oder "Píngmù" - so ihr traditioneller chinesischer Name - das Licht der Welt.

ParaventSeither galten Píngmù, mit ihren filigranen, handgeschnitzten Mustern und Motiven, als Symbol von Wohlstand und Klasse. Erst fünf Jahrhunderte später fanden sie ihren Weg nach Japan, wo man damit anfing, die Byōbu, wie sie dort genannt werden, mit künstlerisch verzierten Tapeten zu bespannen. Etwa zur gleichen Zeit fing man erstmals damit an, die bis Dato aus einem Paneel gefertigten Byōbu, miteinander zu verbinden. Durch die verbundenen Einheiten konnte man längere Wandschirme fertigen, die trotzdem leicht zu transportieren waren. Anfangs griff man hierbei auf Schnüre aus Leder oder Seide zurück, erst in späteren Varianten verwandte man wesentlich praktischere Scharniere. Obwohl sich anfangs nur Adelige und Privilegierte eines Wandschirms erfreuen konnten und sie in Europa bis ins 20. Jahrhundert hinein auch nur sehr Wohlhabenden oder Königsfamilien vorbehalten blieben, etablierten sich die Píngmù in Asien als Statussymbol. So gehörte es um den Anfang des 14. Jahrhunderts auch für Ladeninhaber oder Dojos zum guten Ton, eigene Wandschirme aufzustellen, die mittlerweile bezahlbar waren. Wenngleich diese auch weniger prunkvoll waren als adlige oder sogar kaiserliche Ausführungen, die von bekannten Künstlern, darunter Kaligraphen gefertigt und nicht selten mit Blattgold verziert waren.

Heutzutage sind Paravents aus moderner Innenarchitektur und Raumplanung nicht wegzudenken. Neben dem praktischen Nutzen als Sicht- und Windschutz, als Raumteiler oder künstliches Ankleidezimmer, sorgt ein derartiger Wandschirm wie kein anderes Möbel für asiatische Ästhetik in den eigenen vier Wänden. Vom optischen Highlight des Schlafzimmers – auch um dem Raum einen asiatischen Touch zu verleihen - bis hin zum Grundstein einer fernöstlichen Wohlfühloase sind dem dekorativen Verwendungszweck eines Píngmù keine Grenzen gesetzt. Ein Muss für jeden, der einen Bezug zur asiatischen Kultur hat oder auf der Suche nach einer praktischen und stimmigen Deko-Idee ist.

Dongyang:

Die Stadt Dongyang (chin. 东阳 – östliche Sonne), im Herzen der ostchinesischen Küstenprovinz Zheijang, wurde  195 Dongyangn.Chr. gegründet und ist weltweit als Heimat der Holzschnitzkunst bekannt. Ihre Blütezeit erlebte die Holzschnitzerei während der Ming- und Qing-Dynastien (1368-1911). In dieser Zeit wurde sogar der Kaiserthron in Beijing von Handwerkern der Gegend Dongyang gefertigt. Diese uralte Kunst geht über Jahrtausende zurück, so ist die Dongyang-Holzschnitzerei heute sowohl in der Liste des immateriellen Kulturerbes der Volksrepublik China verzeichnet, als auch staatlich geschützt. Die Holzschnitzerei von Dongjang ist vor allem bekannt für ihre zarte Linienführung, klare Komposition und die besonders lebendige Darstellung von Menschen - was sie auch international zu einer beliebten Form der Handwerkskunst macht. Noch heute arbeiten etwa 2000 Familienmanufakturen in der Region nach den über Jahrhunderte hinweg überlieferten Verfahren.


Maße / Gewicht

Maße / Gewicht

Maße Höhe: 175cm; Breite: 150cm
Gewicht 9,50 kg

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