Asiatika, Chinesische Kunstgegenstände und traditionelle Handwerkswaren

Porzellan Deckeldose mit Schmuckteller Set "Vogel im Pflaumenbaum"

169,00 EUR In stock
15 cm 9 cm Neu

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Deckeldose und Deko Teller aus Porzellan, handgefertigt
Material: Porzellan
Motiv: Vogel auf dem Ast eines Pflaumenbaums 
Farben: Rosa, Violett, Grün, Blau
Maße: D 15 x H 9 cm (Dose); D 30 x H 4 cm (Teller)


Neugierig sitzt der kleine Vogel zwischen prächtigen Blüten eines Pflaumenbaums. Die Pflaume (梅 méi) repräsentiert in der chinesischen Symbolik vor allem Glück - aber auch Vergänglichkeit und den Winter. Designt vom chinesischen Betrieb Niangre Ware, in Handarbeit hergestellt und meisterhaft bemalt von einer kleinen, traditionell arbeitenden Porzellanmanufaktur in der chinesischen Porzellanhauptstadt Jingdezhen.


Anmerkung: Der abgebildete Aufsteller für den Zierteller ist NICHT Teil des Sets.

Artikelnummer: PSN011
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169,00 EUR *
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Hintergrundinformationen

Porzellan Deckeldosen und Zierteller Deckeldosen

 Als die Porzellanmanufakturen Chinas während der Ming-Dynastie (1368-1664) endgültig die gesamte wohlhabende Bevölkerung des  Landes mit Teedosen und Porzellan Teeservicen versorgten, wurde die edle Keramik aus den Brennöfen Dehuas und Jingdezhens mehr  und mehr auch für Gebrauchsgegenstände wie Ritualgefäße, Lampenschirme, Deckeldosen, Blumentöpfe und andere Porzellan Deko  beliebt. Durch regen Handel über die Seidenstraße und auf dem Seeweg kam Europa ebenfalls in den Genuss des hochwertigen  chinesischen Porzellans. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich dort eine Vorliebe für chinesische Kunst und es wurde eine Idealvorstellung d  es Lebens in dem exotisch anmutenden fernen Land gebildet. In den Gärten der Schlösser wurden chinesische Pavillons aufgestellt und  „chinesische Ecken“ eingerichtet. Den wohl größten Einfluss auf die Adelskultur übten die chinesischen Porzellanwaren aus. In den  europäischen Porzellanmanufakturen wurde eifrig der chinesische Stil imitiert. Neben Teeservicen, Teedosen und anderem Teegeschirr  waren vor allem Porzellan Vasen und Schüsseln, Zierteller sowie Deckeldosen aus Porzellan in jedem Salon vorhanden.

 Chinesisches Porzellan – Kunst mit langer Geschichte

 Während die Europäer bis ins 18. Jahrhundert hinein brauchten, bis Johann Friedrich Böttger das Porzellanbrennen entdeckte, kannten die  Chinesen bereits seit der Östlichen Han-Dynastie (100-200 n. Chr.) die Herstellung der besonders feinen, weißen Keramik. Die ersten auch  über die Landesgrenzen Chinas hinaus bekannten Porzellanwaren stammen aus der Tang-Dynastie (618-906). Aus dieser Zeit gibt es den ersten Bericht eines arabischen Reisenden, der vom feinen, glasähnlichen Ton schwärmt. Ein Zeugnis aus dieser Epoche sind die auffällig bunt glasierten Tang-Pferde. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Behältern und Ziergefäßen stieg mit dem Aufkommen der Teekultur in den adligen Schichten des Landes und dem immer intensiver betriebenen Handel mit vorderasiatischen und arabischen Reichen im Westen über die Seidenstraße. Dies kurbelte die Porzellanherstellung an, welche während der Song-Dynastie (960 – 1279) stetig verbessert wurde und im bekannten Porzellan aus dem als „Porzellanhauptstadt“ bekannten Keramikzentrum Jingdezhen gipfelte, das seine Blütezeit während der Ming-Dynastie (1368-1664) erlebte.

Ebenfalls zu dieser Zeit kam das milchweiß bis cremefarbene Porzellan aus Dehua auf. Mit seinem besonders niedrigen Eisenoxid-Gehalt konnte es unter oxidierender Atmosphäre gebrannt werden, die für die warmen Farbtöne der Keramik verantwortlich ist. Aus dem auch als „Blanc-de-Chine“ bekannten Dehua-Porzellan wurden vor allem Keramikfiguren von Boddhisattvas wie Guanyin, Maitreya und Avalokiteshvara für Hausaltäre und Porzellan Deko oder Gebrauchsgegenstände wie Schüsseln, Lampenschirme, Vasen und Blumentöpfe hergestellt. Ein Gesetz verbot im frühen 17. Jhd. sogar den Gebrauch von Keramikfiguren aus Dehua für religiöse Zwecke in Tempeln, da das „antike“, rein weiße Porzellan aus der Song- und Yuan-Dynastie (1279-1368) aus Jingdezhen bevorzugt wurde. Dieses wurde zeitweise ohne Beimischung der für das strahlende Weiß verantwortlichen Kaolin-Erde gebrannt und erlebte erst in der Qing-DynastiePorzellan Deckeldosen und Zierteller (1664-1912) eine zweite Blütezeit. Letztendlich dürfte die Vorliebe für den ein oder anderen Porzellantyp reine Geschmackssache sein, kann man sich doch bei allen aus original chinesischem Porzellan hergestellten Keramikskulpturen und Porzellanfiguren höchster Qualität sicher sein.

Herstellung – Perfektion aus einem Guss

Für die Herstellung von chinesischem Porzellan werden drei Ausgangsmaterialien verwendet: Kaolin-Erde, Petuntse und Quarz. Während die aus Kaolinit bestehende eisenarme Tonerde große Mengen an Wasser aufnehmen kann, sorgen Petuntse (ein Granit mit hohem Feldspat-Anteil) und Quarz für Volumen nach dem Brennen. Chinesisches Porzellan wird vor dem Glasieren nicht vorgebrannt, sondern nach der Formung der Rohmasse zuerst glasiert und getrocknet. Anschließend wird es direkt bei 1100 °C bis 1300 °C einmalig gebrannt. Der Hauptunterschied von Porzellan zu anderer Keramik ist entgegen der landläufigen Meinung nicht die höhere Brenntemperatur des Porzellans, sondern entsteht durch die Sintereigenschaften der Petuntse, die nach dem Abkühlen nicht wieder auskristallisiert. Stattdessen entsteht eine glasähnliche, unterkühlte Schmelze und keine rein kristalline Struktur, wie es bei Steingut der Fall ist.


Maße / Gewicht

Maße / Gewicht

Maße D 15 x H 9 cm (Dose); D 30 x H 4 cm (Teller)
Gewicht 2,10 kg

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