Asiatika, chinesische Kunst und traditionelles Kunsthandwerk

Reisschalen-Set im japanischen Stil, 6 Stück

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12,5 cm 12,5 cm 4 cm Neu

Reisschalen-Set - chinesisches Geschirr
Material: Porzellan
Farbe: Blau-Weiß
Motiv: reichhaltige Ornamente
Durchmesser je Schale: 12,5 cm
Höhe je Schale: 4 cm
Fassungsvermögen je Schale: 250 ml
Spülmaschinen- und mikrowellengeeignet


6-er Set in Stil und Motiven aufeinander abgestimmer und im klassischen Blau-Weiß-Stil der Ming- und Qing-Dynastien gehaltenen, durch die besonders und für chinesische Kunst unübliche hohe Gestaltungsdichte der Muster eher an japanisches Geschirr erinnernde Reisschalen. Die Schalen eignen sich durch ihre praktische, vergleichsweise kleine Größe auch hervorragend für beispielsweise Dips, Soßen, Desserts und Häppchenspeisen.

Artikelnummer: PJE012

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Hintergrundinformationen

Chinesisches Essgeschirr

Längst hat die gesunde und ausgewogene asiatische Küche die Welt als kontrastreiche Alternative zu heimischen Gerichten erobert. Doch spätestens seit sie beinahe als Bestandteil eines modernen westlichen Lebensstils bezeichnet werden kann, erfreuen sich nicht mehr nur asiatische Gerichte wachsender Beliebtheit, sondern auch das traditionelle asiatische Geschirr, auf dem sie serviert werden.

Zu den hierzulande beliebtesten Stücken zählen Reisschalen und die dazugehörigen breiten wie tiefen Porzellanlöffel – üblicherweise im blau-weiß-Stil mit Reiskornmuster gehalten - sowie Essstäbchen, die sich in vielen Fällen als praktische Alternative zu Messer und Gabel erweisen, einen authentischeren Genuss asiatischer Speisen ermöglichen und ganz nebenbei auch eine langsamere und somit gesündere Essensaufnahme bedingen. Unter dem traditionell aus Porzellan gefertigten asiatischen Essgeschirr finden vor allem auch tiefer gefasste Teller und größere Suppenschüsseln mit klassischen chinesischen Motiven sowie das klein gehaltene Teegeschirr zunehmend ihren Weg in den "westlichen" Haushalt.

Die Tischgemeinschaft - eine gesellige Angelegenheit

Das traditionelle Abendmahl mit Familie und Freunden, das nahezu ritualhafte, stark konfuzianisch geprägte Züge in Bezug auf Verhaltenskonventionen trägt, wird an runden Tischen mit einer drehbaren Platte in der Mitte ausgerichtet, die allerlei Gerichte trägt und den Gästen einen Zugriff auf alle servierten Speisen erleichtert. In Restaurants werden diese meist auf einmal bestellt, wobei es gilt, ein harmonisches Verhältnis von Kalt- und Warmspeisen einzuhalten. Sich ein eigenes Gericht zu bestellen oder den Gastgeber in dessen Heim im Vorfeld um die Erfüllung individueller Essenswünsche zu bemühen ist in China wie in anderen asiatischen Ländern unüblich. Im Restaurant wird vielmehr in Absprache für die Gemeinschaft bestellt. Zum guten Ton in gehobeneren Kreisen gehört es, mit der Anzahl der Gerichte die Anzahl der anwesenden Personen um eins zu überschreiten. Eine Tischgemeinschaft mit acht Personen soll so neun Gerichte bestellen, um zum einen für kulinarische Vielfalt zu sorgen, zum anderen individuellen Vorlieben Rechnung tragen zu können. Folglich finden sich auf einem gedeckten Tisch eine Vielzahl unterschiedlicher Schalen und Teller.

Chinesische Tischetikette

Wie auch in Deutschland und allen anderen Ländern der Welt ist das Essen in China alles andere als ein rechtsfreier Raum. Eine Vielzahl von ungeschriebenen Gesetzen sorgen dafür, dass das Essen kultiviert und vor allem so abläuft, dass der Gastgeber nicht beleidigt oder blamiert wird und die Gäste sich selbst nicht als maß- und kulturlose Kreaturen "entlarven" und auf diese Weise Schande über die eigene Familie bringen. Diese Regeln sind den "westlichen" nicht unbedingt ähnlich – wer mit dem "Knigge" bestens vertraut ist, wird damit im Reich der Mitte nicht automatisch bestehen können.

Es beginnt in einem Restaurant – wie anfangs erwähnt – mit der Bestellung der Gerichte. So wird nicht einzeln, sondern für die gesamte Tischgemeinschaft bestellt. Auch wer als erster mit dem Essen beginnt, ist geregelt – in der Regel ist das der Ehrengast, der am Tisch zumeist neben den Gastgeber gesetzt wird. Erst wenn der oder die Ehrengäste mit dem Essen begonnen haben, ist der Rest der Gäste an der Reihe. Nun sollte zunächst dringend darauf geachtet werden, dass man sich zuerst an den Gerichten bedient, die direkt vor einem auf dem Tisch stehen. Sich über den Tisch zu beugen, um sich an einem anderen Gericht bedienen zu können, oder gar seine Lieblingsstücke aus dem Gericht zu stochern, gilt als unhöflich und vermittelt einen gierigen Eindruck. Lieber sollte gewartet werden, bis sich das besonders begehrte Gericht in unmittelbarer Reichweite befindet. Dabei ist darauf zu achten, die Platte nicht allzu eigennützig zu drehen und so zum einen anderen Anwesenden den Zugriff auf einzelne Speisen zu verwehren oder den Zugriff einer anderen Person gar zu unterbrechen. Weiter ist dringend zu vermeiden, sich – anders als unter Europäern an Buffets unglücklicherweise häufig zu beobachten – nicht gierig ganze Berge Essens auf den Teller zu laden. Geduld und Zurückhhaltung spiegeln konfuzianische Tugenden wider.

Während des Essens gibt es – natürlich – ebenfalls einiges zu beachten. Gegessen wird traditionell mit Essstäbchen. Allerdings sollten diese niemals dazu genutzt werden, Reis aus der Reisschale auf den eigenen Teller zu befördern. Fällt eines der Stäbchen auf den Boden, sollte man keinesfalls nur das herabgefallene Stäbchen durch ein neues ersetzen, sondern gleich das ganze Paar. Besonders fremdartig dürfte für den europäischen Gast wirken, dass im Reich der Mitte Essgeräusche zu Tisch kein Tabu sind. Da besonders Fleisch häufig mit nicht verzehrbaren Teilen wie Knochen und Sehnen serviert wird, fallen in der Regel umfangreiche Essensreste an, die auf einen eigens dafür vorgesehenen Teller zu entsorgen sind. Auch das Ende des Essens läuft nicht ohne traditionelle Regeln ab. So ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Speisen auf dem Tisch wie auf dem eigenen Teller nicht restlos aufgegessen werden. Ein Anstandsrest ist – anders als in vielen europäischen Ländern – mehr oder weniger obligatorisch. Ein vollständig leer gegessener Teller kann vom Gastgeber als Kränkung verstanden werden – hat er dann doch nach chinesischer Tischsitte das Gefühl, keine ausreichende Menge an Speisen dargeboten zu haben. Sollte restlos leergegessen werden, könnte es so passieren, dass sich der Gastgeber rasch im Restaurant um eine Nachbestellung bemüht oder im eigenen Heim die Küche aufsucht.


Maße / Gewicht

Maße / Gewicht

Maße ⌀ 12,5 cm, Höhe: 4 cm - je Schale
Gewicht 1,10 kg

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