Asiatika, chinesische Kunst und traditionelles Kunsthandwerk

Tuschezeichnung "Herbstfarben", chinesische Malerei (groß)

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Chinesische Tuschemalerei, Landschaftsmalerei, großes Originalbild im Querformat
Künstlerin: Peng Guo Lan
Motiv: Bergdorf am Wasserfall
Erstellungsort: Nanjing
Außenmaße: 79 x 149 cm
Innenmaße: 68 x 131 cm
Mit dem roten Siegel des Künstlers versehen

Originalbild einer chinesischen Malerei im Querformat mit dem Motiv eines rauschenden Wasserfalls im chinesischen Gebirge. Der Nebel zieht über die Bäume, deren Blätter sich in die warmen Farben des goldenen Herbstes verfärben, in der Ferne ein einsames malerisches Bergdorf.
Die chinesischen Schriftzeichen bedeuten frei übersetzt in etwa "Herbst im Yanquan-Gebirge".
Artikelnummer: BNG207
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Hintergrundinformationen

Geschichte der chinesischen Malerei

Chinesische LandschaftDie chinesische Malerei ist eine ausgesprochen komplexe, tiefgründige und vielfältige Kunstform, die auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurückblicken kann. Bevor die bis heute hoch angesehene und beliebte Landschaftsmalerei etwa ab dem vierten Jahrhundert n. Chr. aufkam, wurden vornehmlich religiöse Themen in den Kunstwerken verarbeitet. Ab dem vierten Jahrhundert gewannen die Bilder erstmals eine tiefere, hinter das rein Sichtbare blickende Ebene, für welche die chinesische Malerei weltbekannt werden sollte. Während der Tang-Dynastie (618-907) und Song-Dynastie (960-1279) erfuhr die chinesische Malerei durch großzügige Förderung und Etablierung von Kunstschulen durch die adlige Oberschicht einen großen Aufschwung. In dieser Zeit wurde die Darstellung von „unendlichen“ Himmeln, Seen oder Flüssen in Landschaftsbildern durch große leere Flächen – eines der charakteristischen Stilmittel der chinesischen Tuschezeichnungen – häufiger. Von besonderer Bedeutung für diese Epoche ist die Wen-Jen-Hua-Schule, die einen erstmals auftauchenden und für die damalige Zeit extrem ungewöhnlichen Grad an Abstraktion prägte.
Gegen Ende der Song-Dynastie entwickelte sich eine neue künstlerische Bewegung – die sogenannte Literatenmalerei. Diese gelehrten Maler unterschieden sich in ihrer Haltung zu den früheren Kunstschulen von den Berufsmalern. Einerseits erweckten sie den später als „kühl“ und „leidenschaftslos“ bezeichneten „Grün-Blau-Stil“ aus der Tang-Dynastie wieder zum Leben, andererseits fügten sie ihren Bildern neue Stilelemente wie kurze Textausschnitte oder Gedichte hinzu – auch dies heute noch eines der besten Erkennungsmerkmale chinesischer Bilder.
Chinesische TuschemalereiWährend der Yuan-Dynastie (1279-1368), in der China unter mongolischer Herrschaft stand, wirkten die meisten Literatenmaler aus dem Untergrund weiter. In dieser Zeit setzten die Berufsmaler das Kopieren alter Kunstwerke und einen elaborierten, präzisen Malstil fort (Gongbi,工筆„sorgfältiger Pinsel“), während die exzentrischen Maler der individualistischen Literatenschule in den folgenden Jahrhunderten mit Stilmitteln und Maltechniken experimentierten und so atmosphärische Landschaftsbilder, Tierbilder und Blumenbilder schufen (Xieyi,寫意, „Schreiben von Ideen“).
Nach einer Epoche der künstlerischen Auseinandersetzung zwischen den an der Tradition der alten Kunstakademien anknüpfenden Berufsmalern und den fortschrittlicheren Literatenmalern in der Ming-Dynastie (1368-1644), setzten sich in der Qing-Dynastie (1644-1911) letztere endgültig durch.
Berglandschaft in ChinaDie chinesische Malerei des 20. Jahrhunderts lässt sich indes nicht mehr in klare Stilrichtungen einteilen. Nach der Ausrufung der Republik China im Jahre 1912 differenzierten sich zahlreiche Mischformen aus alten und neuen Traditionen und Malschulen heraus. Zu den bekanntesten chinesischen Malern der Moderne zählen Qi Baishi und Xu Beihong, welcher vor allem durch seine Tuschezeichnungen galoppierender Pferde zu Weltruhm gelangte.

Ästhetisches Selbstverständnis

Ausgehend von einem angenommenen Widerspruch zwischen dem zu malenden Objekt und dem malenden Subjekt ist das Ziel der chinesischen Malerei, eine Harmonie zwischen diesen beiden Gegensätzen herzustellen. Während in Europa lange Zeit die möglichst naturgetreue Darstellung von Menschen, Tieren, Landschaften und Perspektiven im Vordergrund stand, war und ist in China seit jeher die Stimmung und Atmosphäre, die ein Bild ausstrahlt, von größter Bedeutung. Oft werden Landschaftsbilder zur Meditation verwendet, weswegen sie meist auf allzu kräftige Farben verzichten, um möglichst wenige Störeinflüsse zuzulassen. Strahlende Farben findet man dafür in den nicht weniger bekannten Blumenbildern, Pflanzenbildern und Tierbildern. Neben diesen stellen Portraits sowie erzählende Genrebilder die am häufigsten gemalten Motive chinesischer Tuschezeichnungen dar. Nach chinesischem Verständnis wohnt einem Bild stets eine tiefere Symbolik inne, die in Kombination mit kalligraphischen Ergänzungen zu einer eigenständigen Komposition verschmilzt. Nicht umsonst gilt die Malerei als „stille Poesie“ und die Kalligraphie als „Malerei mit Ton“.

Stile der chinesischen Tuschemalerei

Chinesische Tuschemalerei / Gongbi-Malerei

Manchen Betrachtern mag auffallen, dass in den wenigsten chinesischen Bildern klare Fluchtpunkte zu finden sind. Dies ist dem chinesischen Malstil geschuldet, der gänzlich verschiedene Ziele verfolgt als der uns vertraute westliche Stil. Ein chinesischer Literatenmaler zeichnete sein Motiv nicht direkt ab, sondern fing in vielen genauen Beobachtungen die Sinneseindrücke einer bestimmten Szenerie und deren Atmosphäre auf. Erst dann brachte er – vollkommen frei aus dem Kopf – sein Bild auf die Leinwand. Das emotionale Sich-Erfreuen an der Kunst stand hierbei im Vordergrund. Das Resultat der in dieser Xieyi-Technik gemalten Bilder sind schwungvolle und gekonnte Pinselstriche, die auf expressionistische Weise die Interpretation eines bestimmten Motivs darstellen. Da für Xieyi-Tuschezeichnungen das auch in der Kalligraphie verwendete, besonders saugfähige Sheng-Xuan-Papier zum Einsatz kommt, ist vom Maler viel Vorbereitung, Übung und höchste Konzentration gefordert. Denn einmal gezogen, ist ein Pinselstrich endgültig auf der Leinwand und kann nicht mehr ausgebessert werden.
Dem gegenüber stand die vornehmlich von Berufsmalern praktizierte Gongbi-Malerei. Diese verwendet wenige saugkräftiges Shu-Xuan-Papier und feinere Pinsel. Um die meist natürlichen Tier- und Pflanzenmotive so detailgenau wie möglich darzustellen, wird zuerst eine Konzeptzeichnung angefertigt und diese dann in mehreren Schritten mit oftmals farbenfroher Tusche versehen. Zwar sind dem Maler beim Zeichnen der Bilder mehr Möglichkeiten zur Ausbesserung gegeben, die hohe Kunst dieses Malstils liegt jedoch in der exakten und naturgetreuen Darstellung der Motive, was in teils unglaublich feinen Zeichnungen resultiert.
Unterschiedlicher könnte die künstlerische Motivation hinter Xieyi und Gongbi kaum sein – und doch spiegeln beide Stile den Geist und das Wesen der chinesischen Malerei gleichermaßen wider: Die Liebe zur Natur, den Blick für Details und das Gespür für eine dem Motiv innewohnende Bedeutung.


Maße / Gewicht

Maße / Gewicht

Maße Außenmaße: 79 x 149 cm; Innenmaße: 68 x 131 cm

Schlagworte

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