Asiatika, Chinesische Kunstgegenstände und traditionelle Handwerkswaren

Porzellanschälchen "Dorfpanorama" chinesisches Porzellan

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20 cm 20 cm 7,5 cm Neu
Handgefertigte Porzellanschale
Herstellungsort: China
Material: Porzellan
Motiv: Dorf
Höhe: 7,5 cm
Durchmesser: 20 cm

Seelenruhig schmiegt sich ein kleines Dorf an den Fuß eines Berges.

Artikelnummer: PJV021
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Hintergrundinformationen

Chinesisches Porzellan – Kunst mit langer Geschichte

 Während die Europäer bis ins 18. Jahrhundert hinein brauchten, bis Johann Friedrich Böttger das Porzellanbrennen entdeckte, kannten die  Chinesen bereits seit der Östlichen Han-Dynastie (100-200 n. Chr.) die Herstellung der besonders feinen, weißen Keramik. Die ersten auch  über die Landesgrenzen Chinas hinaus bekannten Porzellanwaren stammen aus der Tang-Dynastie (618-906). Aus dieser Zeit gibt es den ersten Bericht eines arabischen Reisenden, der vom feinen, glasähnlichen Ton schwärmt. Ein Zeugnis aus dieser Epoche sind die auffällig bunt glasierten Tang-Pferde. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Behältern und Ziergefäßen stieg mit dem Aufkommen der Teekultur in den adligen Schichten des Landes und dem immer intensiver betriebenen Handel mit vorderasiatischen und arabischen Reichen im Westen über die Seidenstraße. Dies kurbelte die Porzellanherstellung an, welche während der Song-Dynastie (960 – 1279) stetig verbessert wurde und im bekannten Porzellan aus dem als „Porzellanhauptstadt“ bekannten Keramikzentrum Jingdezhen gipfelte, das seine Blütezeit während der Ming-Dynastie (1368-1664) erlebte.

Ebenfalls zu dieser Zeit kam das milchweiß bis cremefarbene Porzellan aus Dehua auf. Mit seinem besonders niedrigen Eisenoxid-Gehalt konnte es unter oxidierender Atmosphäre gebrannt werden, die für die warmen Farbtöne der Keramik verantwortlich ist. Aus dem auch als „Blanc-de-Chine“ bekannten Dehua-Porzellan wurden vor allem Keramikfiguren von Boddhisattvas wie Guanyin, Maitreya und Avalokiteshvara für Hausaltäre und Porzellan Deko oder Gebrauchsgegenstände wie Schüsseln, Lampenschirme, Vasen und Blumentöpfe hergestellt. Ein Gesetz verbot im frühen 17. Jhd. sogar den Gebrauch von Keramikfiguren aus Dehua für religiöse Zwecke in Tempeln, da das „antike“, rein weiße Porzellan aus der Song- und Yuan-Dynastie (1279-1368) aus Jingdezhen bevorzugt wurde. Dieses wurde zeitweise ohne Beimischung der für das strahlende Weiß verantwortlichen Kaolin-Erde gebrannt und erlebte erst in der Qing-DynastiePorzellan Deckeldosen und Zierteller (1664-1912) eine zweite Blütezeit. Letztendlich dürfte die Vorliebe für den ein oder anderen Porzellantyp reine Geschmackssache sein, kann man sich doch bei allen aus original chinesischem Porzellan hergestellten Keramikskulpturen und Porzellanfiguren höchster Qualität sicher sein.

Herstellung – Perfektion aus einem Guss

Für die Herstellung von chinesischem Porzellan werden drei Ausgangsmaterialien verwendet: Kaolin-Erde, Petuntse und Quarz. Während die aus Kaolinit bestehende eisenarme Tonerde große Mengen an Wasser aufnehmen kann, sorgen Petuntse (ein Granit mit hohem Feldspat-Anteil) und Quarz für Volumen nach dem Brennen. Chinesisches Porzellan wird vor dem Glasieren nicht vorgebrannt, sondern nach der Formung der Rohmasse zuerst glasiert und getrocknet. Anschließend wird es direkt bei 1100 °C bis 1300 °C einmalig gebrannt. Der Hauptunterschied von Porzellan zu anderer Keramik ist entgegen der landläufigen Meinung nicht die höhere Brenntemperatur des Porzellans, sondern entsteht durch die Sintereigenschaften der Petuntse, die nach dem Abkühlen nicht wieder auskristallisiert. Stattdessen entsteht eine glasähnliche, unterkühlte Schmelze und keine rein kristalline Struktur, wie es bei Steingut der Fall ist.

Die Porzellan-Hauptstadt Jingdezhen

Chinavase Porzellan HerstellungEine besondere Rolle in der bis heute andauernden Geschichte chinesischer Porzellanherstellung spielt die Stadt Jingdezhen. Gelegen in der zentralchinesischen Provinz Jiangxi gilt Jingdezhen, eine der vier großen historischen Gemeinden der Volksrepublik, als die Porzellan-Hauptstadt Chinas. Im frühen zweiten Jahrtausend nach Christus taufte ein Kaiser der Song-Dynastie die Stadt auf ihren heutigen Namen. Bereits kurze Zeit später zählte die Gemeinde über dreißig Porzellanmanufakturen in staatlicher und auch in privater Hand. Bis zum heutigen Tag trägt die Herstellung von Porzellan in der Stadt Jingdezhen dazu bei, ihre bedeutende wirtschaftliche Stellung in der Region zu sichern und spielt auch jenseits der Wirtschaft eine wichtige Rolle in den Bereichen Kultur, Bildung und Tourismus in und um Jingdezhen. So sind dort zum Beispiel zahlreiche Museen und andere Sehenswürdigkeiten zu finden, die sich mit der traditionellen Herstellung chinesischen Porzellans befassen auf diese spezialisiert sind. Zu nennen sind hierbei insbesondere das Jingdezhen Ceramic Institute sowie das Jiangxi Ceramics & Arts Institute.


Maße / Gewicht

Maße / Gewicht

Maße 11 x 26 cm
Gewicht 0,90 kg

Schlagworte

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