Asiatika, Chinesische Kunstgegenstände und traditionelle Handwerkswaren

Buddhistisches Bild "Guanyin"

29,00 EUR In stock
45 cm 136 cm Neu

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Stoffbild mit Passepartout
Material: Stoff
Motiv: Guanyin
Außenmaße: 136 x 45 cm
Innenmaße: 65 x 34 cm

Ursprünglich aus dem Mahāyāna-Buddhismus stammend, wurde der Name "Avalokiteshvara" ins Chinesische Guanyin (Guānshìyīn, 観音) übersetzt, was der früheren Bezeichnung "Avalokitasvara" exakt entspricht und "Hörer der Klagen der leidenden Lebewesen" (wörtl. "Wahrnehmer der Töne") bedeutet. Von ihm existieren sehr viele Erscheinungsformen.

Diese Darstellungsform der Guanyin in einer Art „Buddha Mutterform“ auf dem prachtvollen Lotosthron sitzend und in wallender Robe zeigt Guanyin bei der Vermittlung des Dharma. In Dieser Form soll sie nur den Menschen erscheinen, die auch bereit und offen für das von Buddha verkündete Daseinsgesetz sind. Dharma ist im Buddhismus die Lehre von Ethik und Moral: der „Vier Edlen Wahrheiten“; von Buddha selbst erkannt und dann auch verkündet.

Artikelnummer: RBS023-G4

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Hintergrundinformationen

Auf den Spuren der Lehre Buddhas

Chinesische Rollbilder – Überlieferer der Lehre Buddhas

Die in der westlichen Welt eher unbekannten Hängerollen sind ästhetische Kunstobjekte und Informationsträger gleichermaßen. Auf ihnen wurden ursprünglich buddhistische Schriften festgehalten und von Wandermönchen zur Lehre mit sich herumgetragen. In dieser Funktion ähneln sie den in Europa verwendeten Schriftrollen zum Übermitteln von Informationen. Im Laufe der Zeit allerdings wurde die Kalligraphie immer kunstvoller und die auf Reispapier geschriebenen Texte mit kleinen, bildhaften Darstellungen von Szenen aus Buddhas Leben geschmückt. Ab dem 7. Jhd. erlebte die Ausbreitung des Buddhismus in China einen großen Aufschwung – nicht zuletzt durch die Möglichkeit, die Lehre mithilfe der Rollbilder zu verbreiten. Auf diesem Wege gelangten sowohl der Buddhismus, als auch die Rollbilder nach Japan, wo diese heute noch als Kakemono (vertikale Rollbilder) bzw. Makimono (horizontale Rollbilder) bekannt sind.
Chinesischer Tempel Aus der Ergänzung buddhistischer Texte mit Tuschezeichnungen entwickelte sich die Kunstform der Rollbilder, welche anfangs ebenfalls ausschließlich buddhistische Motive zeigten. Zeitgleich wurden die Bildrollen immer aufwändiger verziert: Das feuchtigkeitsanfällige Reispapier wurde durch feines Seidenpapier ersetzt und mit Passepartouts aus Brokatstoff eingefasst. Im Zuge der aufkommenden Landschaftsmalerei etablierten sich auch bei den chinesischen Hängerollen nicht-religiöse Motive sowie Tier- und Pflanzenmotive. Denn längst dienten die Hängerollen nicht mehr nur den buddhistischen Zeremoniellen, sondern hatten bald eine der klassischen chinesischen Malerei ebenbürtige Stellung als ästhetisches Kunstobjekt inne. Eine Besonderheit – und gleichzeitig der größte Unterschied zu den in der westlichen Welt bekannten „stabilen“ Bildern – liegt darin, dass die Bildrollen stets zu bestimmten Anlässen oder Jahreszeiten hervorgeholt und aufgehängt werden. Während der restlichen Zeit lagern sie zusammengerollt in eigens dafür angefertigten Kisten. So gibt es besondere Bildrollen, die nur an einem einzigen Tag im Jahr für eine Zeremonie im Tempel aufgehängt werden. Auch in ihren eigenen vier Wänden wechseln die Menschen in China die Rollbilder immer wieder entsprechend der aktuellen Jahreszeit oder des Anlasses aus – etwa, wenn besondere Gäste eingeladen sind.

Rollbild "Morgengruß"

Chinesische Malerei

Die chinesische Malerei ist eine ausgesprochen komplexe, tiefgründige und vielfältige Kunstform, die auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurückblicken kann. Bevor die bis heute hoch angesehene und beliebte Landschaftsmalerei etwa ab dem vierten Jahrhundert n. Chr. aufkam, wurden vornehmlich religiöse Themen in den Kunstwerken verarbeitet. Ab dem vierten Jahrhundert gewannen die Bilder erstmals eine tiefere, hinter das rein Sichtbare blickende Ebene, für welche die chinesische Malerei weltbekannt werden sollte. Während der Tang-Dynastie (618-907) und Song-Dynastie (960-1279) erfuhr die chinesische Malerei durch großzügige Förderung und Etablierung von Kunstschulen durch die adlige Oberschicht einen großen Aufschwung. In dieser Zeit wurde die Darstellung von „unendlichen“ Himmeln, Seen oder Flüssen in Landschaftsbildern durch große leere Flächen – eines der charakteristischen Stilmittel der chinesischen Tuschezeichnungen – häufiger. Von besonderer Bedeutung für diese Epoche ist die Wen-Jen-Hua-Schule, die einen erstmals auftauchenden und für die damalige Zeit extrem ungewöhnlichen Grad an Abstraktion prägte.

Buddhistische Zeremonie

Buddhistische Motive

Unsere Buddhistischen Rollbilder zeigen die schönsten und bekanntesten Motive des Mahayana-Buddhismus (Sanskrit महायान, mahā: „groß“, yāna: „Fahrzeug“). Die erste der Vier Edlen Wahrheiten des Buddhismus besagt, dass das gesamte Leben im Daseinskreislauf mit Leid erfüllt ist. Im Mahayana-Buddhismus strebt der Übende eine Beendigung dieses Leids an. Jedoch nicht nur die Beendigung seines eigenen Leids, sondern auch die des Leids aller Lebewesen auf der Erde – ausnahmslos. Wesen, die die Erleuchtung aller anderen Lebewesen als Ziel ihres eigenen Weges zur Erleuchtung ansehen, werden Bodhisattvas genannt. Die Bodhisattvas Avalokiteshvara (dessen weibliche Form die Guanyin darstellt), Manjurishi, Tara und Maitreya sind hierbei die Figuren mit der größten Bedeutung. Als Buddha wird hingegen ein Mensch oder auch transzendentes Wesen bezeichnet, der oder das bereits zu Lebzeiten aus eigener Kraft und eigenem Antrieb die Reinheit und Vollkommenheit des Geistes erreicht hat. Dadurch wurde der Kreislauf der Wiedergeburt durchbrochen und somit das Leid beendet. Es gibt viele Buddhas, von denen der wohl bekannteste Siddharta Gautama ist. Er gilt als Begründer der Religion des Buddhismus und ist auch unter seinen Ehrennamen Buddha Shakyamuni und Tathagatha bekannt. Die meisten Buddhas waren in früheren Reinkarnationen ebenfalls Bodhisattvas.

Rollbild Herstellung in Handarbeit

Herstellung von Rollbildern

Die Herstellung chinesischer Rollbilder folgt auch heute noch den alten, traditionellen Verfahren. Am Anfang des Herstellungsprozesses steht die Wahl des Papieres, auf das die Zeichnung später aufgetragen wird. Meist wird chinesisches Reispapier oder Stoff verwendet, welche wegen ihrer besonders groben Struktur einen ausgezeichneten, saugfähigen Malgrund darstellen. Die Saugfähigkeit Trägermaterials jedoch erfordert vom Maler höchste Konzentration und eine ruhige Hand, da jeder Strich fehlerfrei gesetzt werden muss. Aus diesem Grund fertigt der Künstler mehrere Konzeptzeichnungen an, mit denen er die Strichführung übt. Die daraus resultierende malerische Perfektion spiegelt sich in den wunderschönen, schwungvoll und mit viel Hingabe gezeichneten Motiven, in die die gesamte künstlerische Energie des Malers einfließt.
Ist das Bild fertig gestellt, wird es zur Trocknung aufgehängt. Währenddessen widmet sich der Künstler dem Arbeitsschritt, der die chinesischen Bildrollen so einzigartig macht: Die Vorbereitung eines passenden Seidenstoffrahmens. Hierzu wird ein in Struktur und Farbe harmonierender Stoff gewählt und speziell auf die Maße des Bildes angepasst. Rahmen und getrocknetes Bild werden nun auf ein weiteres, stabiles Trägerpapier gelegt und miteinander verleimt. Zuletzt wird die chinesische Hängerolle durch das Anbringen des oberen Träger- und des unteren Gewichtstabes fertiggestellt. Unsere Rollbilder stammen aus Malschulen in Yaoli, Peking und Guilin. Hier werden die bekanntesten und schönsten Motive der traditionellen chinesischen Malerei kunstvoll und hochwertig repliziert.


Maße / Gewicht

Maße / Gewicht

Maße Außenmaße: 136 x 45 cm, Innenmaße: 65 x 34 cm
Gewicht 0,40 kg

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