Hintergrundinformationen
Xi‘an:
Im Jahre 1974 stolperte man in der Region Xi’ans beim Errichten eines Brunnenschachts zufällig über einen der größten kulturellen Schätze Chinas: Das Mausoleum Qín Shǐhuángdìs mit der berühmten Terrakotta-Armee. Das von der UNESCO 1987 zum Weltkulturerbe erklärte und auch als „achtes Weltwunder“ bezeichnete Grabmal machte die Region über die Grenzen Chinas hinaus bekannt und ist heute eine Attraktion für Reisende aus aller Welt. Xi’an (chin. 西安市- westlicher Frieden) und dessen umliegende Region beherbergt heute viele Produktionsstätten für Replikationen der Terrakotta-Krieger, außerdem gilt die Region für viele Historiker und Archäologen als sprichwörtliche Goldgrube. Dort sind über 50 Kaisergräber, der größte weitgehend erhaltene Teil einer Stadtmauer Chinas, die Moschee zu Xi’an und die Große Wildganspagode zu finden.
Der Gottkaiser Qín:
Qín Shǐhuángdì (chin. 秦始皇帝 – Erster erhabener Gottkaiser von Qin) gilt heute als eine der
einflussreichsten Personen der Geschichte Chinas. Er einte die 7 chinesischen Königreiche und gründete 221 v. Chr. das chinesische Kaiserreich, das 2133 Jahre lang bis zur Proklamation der Republik Chinas 1912 bestand. Die Bezeichnung des Landes geht auf seinen Namen zurück. Qín Shǐhuángdì führte während seiner Regentschaft den Zentralismus ein, vereinheitlichte Gewichte, Schrift und Währung.
Doch trotz des Glanzes seines Kaiserreichs und seiner Macht, plagte Qín Shǐhuángdì eine große Angst: Er erlebte den frühen Tod seines Vaters sowie einige gescheiterte Attentatsversuche und fürchtete nun, dass auch er vor seiner Zeit sterben würde.
Das Mausoleum
Diese Angst Trieb ihn zur Suche nach Mitteln, unsterblich zu werden. Schon kurz nach seinem Regierungsantritt im Jahre 246 v.Chr. ließ er mit dem über 36 Jahre andauernden Bau seines Mausoleums, einem der teuersten Projekte in der Geschichte Chinas beginnen. Die mehrere tausend Quadratmeter große Grabanlage
wurde bis heute noch nicht vollständig freigelegt; bis jetzt hat man etwa 8000 individuell gestaltete Terrakotta-Figuren gefunden, die eine komplette Armee des Kaisers darstellen und diesen, der bis heute bestehenden chinesischen Vorstellung dieser Zeit folgend, auch nach dem Tode noch vor Bedrohungen schützen und ihm dienen sollte.
Der Detailgrad der Figuren, Rüstungen und Waffen erstaunt auch heute noch Archäologen und Kunsthistoriker gleichermaßen. Ebenfalls ist bemerkenswert, dass die Anordnung der Terrakotta-Krieger im Grabmal der einer echten Armee folgt. Das drei Grabkammern umfassende Mausoleum empfängt den Eintretenden mit einer ungefähr 6000 Mann starken Hauptstreitmacht, bestehend aus Infanteristen, die von Bogen- und Armbrustschützen flankiert werden. In der zweiten Kammer befinden sich weitere 1300 Kavalleristen und Infanteristen, während im letzten Raum die 68 Mitglieder des Offiziersstabes den Kern der Armee bilden.
Herstellung:
Die in Handarbeit hergestellten Krieger kommen in Material und Form ihren Vorbildern sehr nahe, da eine traditionelle Rezeptur des Tons verwendet wird. Besonders viel Liebe zum Detail zeigt sich in den vielen sorgfältig herausgearbeiteten Feinheiten des Gesichts und der Rüstung, welche alle die Merkmale der Originale tragen. Zwei Wochen dauert die Herstellung der Krieger insgesamt, wobei jeder Einzelne mit Hilfe von Teilformen vorgeformt, anschließend von Hand ausgearbeitet und danach mehrere Tage mit über 1000°C gebrannt wird. Diese hochwertigen Nachbildungen repräsentieren den Stolz und die Pracht der Originale und werden noch heute in der Region Xi’an, nahe des Mausoleums, in kleinen Manufakturen hergestellt. Nach dem Brennen patiniert, unterstreichen die Soldaten den Eindruck eines Jahrtausende alten Teils einer Armee, die 2200 Jahre lang vergessen und verloren unter dem Erdreich schlief.
Maße / Gewicht
Maße / Gewicht
| Maße | 83 x 28 x 22 cm |
|---|---|
| Gewicht | 18,00 kg |




