Hintergrundinformationen
Chinesische Kalligraphie und Schriftkunst
Zurückzuführen ist diese vornehme chinesische Schreibkunst bis hin zur Shang-Dynastie (ca. 1500 Jahre v. Chr.). Sie hat durch ihre Anmut, Ästhetik und die pure Vielfalt ihrer Ausdrucksformen die Kultur Chinas bis heute entscheidend geprägt.
Die erforderlichen Elemente sind Kalligraphie-Pinsel, Papier, Tusche und Reibstein, besser bekannt als die so genannten: „Vier Schätze des Gelehrtenzimmers“. Ebenso zählen Disziplin, Fleiß, Konzentration und Vorstellungskraft des Künstlers dazu, um eine meisterhafte Kalligrafie zu erschaffen. Die Herstellung chinesischer Kalligraphien folgt auch heute noch traditionellen Verfahren (Tuscheherstellung, Papierauswahl, Konzentration, Schwungführung, Strichführung). Ist die Kaligrafie auf dem Papier fertiggestellt, wird es zur Trocknung aufgehängt. Währenddessen widmet sich der Künstler dem Arbeitsschritt, der die chinesischen Kalligraphie-Rollbilder besonders macht: Die Vorbereitung eines passenden Passepartouts. Hierzu wird ein in Struktur und Farbe harmonierender Stoff gewählt und speziell auf die Maße des Bildes angepasst. Umrandung und getrocknetes Bild werden nun auf ein weiteres, stabiles Trägerpapier gelegt und miteinander verleimt. Der letzte Schritt besteht aus dem Anbringen der unteren, runden Holzgewichte.

Kunstform des Schönschreibens
Die Breite, Stärke und Richtung der Schrift werden durch die Pinselführung bestimmt, welche ausschlaggebend für die Tuschemalerei ist. Die Tuschefarbe wird aus Lampenruß und einem leimähnlichen Mittel hergestellt. Anfangs schrieben die chinesischen Kalligraphen nur in Spalten von oben nach unten, rechts beginnend. Heute schreiben sie meist von links nach rechts. Mit der Zeit entwickelten sich dadurch auch unterschiedliche Schreibstile von alt bis modern (Schriftarten der Chinesischen Kalligraphie: Siegelschrift, Grasschrift, Kursivschrift, Kanzleischrift und Regelschrift). Die Regelschrift ist dabei die gebräuchlichste und beliebteste im Reich der Mitte. Der berühmteste chinesische Kalligraph war „Wang Xizhi“ (bekanntes Werk “Vorwort zu der Zusammenkunft am Orchideenpavillon“), dessen Stil sich bis heute noch durchsetzt und als Basis für neue Kalligraphie-Schüler dient.
Kaligrafie und Chinesische Schriftzeichen
In China ist es seit jeher primär die persönliche Botschaft, die der Kalligraph vermitteln will und seine subjektiven Vorstellungen von der Essenz eines jeden Werkes. Diese tiefere Bedeutung wird durch die Schrift- und Zeichenwahl, Schwungform und Strichführung ausgedrückt. So ist die Tuschezeichnung die man sich an Wand hängt, nicht nur ein einfaches Bild oder Dekorationsobjekt. Man betrachtet gleichzeitig auch immer eine der Kalligrafie innewohnende, tiefere Bedeutung und Symbolik. Oft handelt es sich dabei um Gedichte und Poesie oder um glück- und heilbringende Schriften.
Maße / Gewicht
Maße / Gewicht
| Maße | Außenmaße: 170 x 70 cm, Innenmaße: 127 x 61 cm |
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| Gewicht | 0,43 kg |




